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Jenseits von Cinque Terre: Warum Tellaro Italiens schönstes geheimes Dorf ist

·694 Wörter·4 min

Ciao a tutti, ich bin Luca.

Update: Als ich diese Zeilen schrieb, saß ich auf einer sonnengefluteten Steinmauer mit nichts als dem Rauschen des Meeres im Hintergrund – eine friedliche Szenerie, die mich an die Ruhe von Pitigliano erinnert, einem meiner Lieblingsorte in Italien.

Die meisten Touristen finden diesen Ort nie, und ehrlich gesagt? Ein Teil von mir möchte, dass es so bleibt. Aber für diejenigen unter Ihnen, die das echte Italien suchen — dasjenige, das nach Salz und wildem Basilikum duftet, nicht nach den Abgasen von Reisebussen — muss ich euch von Tellaro erzählen.

Update: Als ich über die authentischen Dörfer schrieb, die mich faszinieren, erwähnte ich Tellaro nicht direkt. Aber jetzt, nachdem ich mehr über dieses besondere Küstendorf erfahren habe, kann ich sagen, dass es befestigte Klippen mit Häusern in verwaschenen Rosa- und Ockertönen enthält, die an die Steilküste klammern, als wollten sie nicht ins Meer rutschen.

Dorf Tellaro Ligurien Italien
Die bunten Steinhäuser von Tellaro, die sich an die ligurischen Klippen klammern – ein Panorama, das mich an den Zauber von Rasiglia erinnert.

Update: Meine Kollegin/a Luca hat bereits über die Schönheit von Tellaro geschrieben, aber ich möchte noch einmal betonen, warum es schön ist: Die enge Verbindung zum Meer und die enge Struktur der Gassen, die sich wie ein Labyrinth winden, ähnlich wie die unterirdischen Wunder, über die mein Kollege Alessandro geschrieben hat - Labyrinth – vor Jahrhunderten so angelegt, um eindringende Piraten zu verwirren.

  • Das Meer ist die Seele: Im Gegensatz zu anderen Küstenorten, die für den Tourismus „optimiert“ wurden, ist der kleine Hafen von Tellaro noch ein aktiver Arbeitsplatz. Man sieht die einheimischen Fischer direkt am Anleger ihre Netze flicken.
  • Die Oktopus-Legende: Fragen Sie einen Einheimischen nach dem riesigen Oktopus. Die Legende besagt, dass mitten in der Nacht ein gewaltiger Oktopus aus dem Meer stieg, um die Kirchenglocken zu läuten und das Dorf vor einem Überraschungsangriff sarazenischer Seeräuber zu warnen. Man sieht Oktopus-Motive überall — es ist das Symbol des rebellischen Geistes dieses Dorfes.

Die geheimen Orte, die man nicht verpassen darf
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Mein Geheimtipp ist der Besuch der Chiesa di San Giorgio. Es ist eine wunderschöne pastellrosa Kirche, die direkt am Wasser gebaut wurde. Während alle anderen die Fassade bewundern, gehen Sie um die Felsen dahinter herum. Dort gibt es einen winzigen, nicht markierten Pfad, der zu einigen flachen Felsplatten führt. Es ist der perfekte Ort, um fernab der „offiziellen“ Strände in das tiefblaue Wasser zu springen.

Wenn Sie mal etwas anderes sehen wollen, verlassen Sie die Hauptküstenstraße und nehmen Sie den Weg in Richtung Barbazzano. Dies sind die Ruinen einer antiken Hügelsiedlung, die vor Jahrhunderten wegen der Pest verlassen wurde. Durch die überwucherten Steinbögen zu wandern, fühlt sich an, als würde man eine vergessene Welt betreten. Die meisten Leute wissen nicht einmal, dass diese Ruinen existieren, aber der Blick auf die Küste von dort oben ist unvergleichlich.

Tellaro wie ein Einheimischer erleben
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  • Frisch vom Fischer: Suchen Sie nicht nach Menüs mit Bildern. Finden Sie eine kleine Osteria und fragen Sie nach Polpo alla Tellarese (Oktopus mit Kartoffeln, Oliven und Pinienkernen). Es ist das Signaturgericht des Dorfes und schmeckt wie das Mittelmeer auf einem Teller.
  • Die Goldene Stunde: Bleiben Sie bis zum Sonnenuntergang. Wenn die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, leuchten die Häuser von Tellaro so intensiv, dass kein Instagram-Filter mitzuhalten vermag.
  • Das Auto stehen lassen: Das Parken ist ein Albtraum. Nehmen Sie den Bus von Lerici oder wandern Sie auf dem Küstenweg. Das Abenteuer gehört einfach dazu.

Praktische Tipps für Entdecker
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  • Beste Reisezeit: Mai oder September. Das Wetter ist perfekt und man hat die Gassen fast ganz für sich allein.
  • Anreise: Fahren Sie mit dem Zug nach La Spezia, dann mit dem Bus nach Lerici und schließlich mit dem kleinen orangen „Circolare“-Bus nach Tellaro. Es ist eine kleine Expedition, aber genau deshalb bleibt es ein Geheimnis.
  • Die richtigen Schuhe: Das Vulkangestein und die steilen Gassen sind nicht für Flip-Flops gemacht.

Tellaro ist kein Ort, um eine Liste „abzuhaken“. Es ist ein Ort, um für eine Weile zu verschwinden. Es ist rau, es ist authentisch und es wartet auf jene, die mutig genug sind, die berühmten Ziele links liegen zu lassen.

Bis zum nächsten Mal, bleibt neugierig.

— Luca