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Mein Geheimtipp für Apulien: Ein Roadtrip durch den Gargano

·3 min·Marco

Ciao! Ich bin Marco. Wenn die meisten Menschen an Apulien denken, haben sie die sonnendurchfluteten Olivenhaine des Salento oder die kegelförmigen Trulli des Itria-Tals vor Augen. Aber wenn man auf die Landkarte Italiens schaut und den „Sporn“ am Rücken des Stiefels sucht, findet man eine Landschaft, die völlig anders ist: die Halbinsel des Gargano.

Eine Fahrt durch den Gargano ist eine der lohnendsten Erfahrungen, die man in Italien am Steuer machen kann. Es ist ein Land, in dem die Kalksteinklippen senkrecht in die türkisblaue Adria stürzen und in dem man sich nur wenige Kilometer landeinwärts im Foresta Umbra wiederfindet – einem dunklen, alten Wald aus Buchen und Eichen, der sich eher nach Mitteleuropa als nach Süditalien anfühlt. Es ist ein Ort dramatischer Kontraste, gewundener Kehren und versteckter Buchten, die man nur mit dem Boot oder als sehr entschlossener Wanderer erreichen kann.

Ein weißes Cabriolet auf einer kurvenreichen Küstenstraße mit weißen Kalksteinklippen und Felsnadeln im Meer im Gargano, Apulien
Die Freiheit des Sporns: Die Küstenstraßen des Gargano bieten einige der spektakulärsten Panorama-Ausblicke im ganzen Mittelmeerraum.

Die Küste des Lichts: Von Mattinata nach Vieste
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Die Fahrt zwischen Mattinata und Vieste (die SP53) ist das Kronjuwel eines Gargano-Roadtrips. Die Straße krallt sich förmlich an die Seite der weißen Kalksteinklippen und bietet hinter jeder Kurve atemberaubende Ausblicke. Du kommst an den ikonischen Faraglioni von Mattinata vorbei – riesigen Felsnadeln, die aus dem kristallklaren Wasser ragen – und an zahlreichen Trabucchi, alten hölzernen Fischereikonstruktionen, die wie riesige Spinnen auf den felsen thronen. Wenn du Straßen liebst, die der Schwerkraft trotzen und endlose Panoramen bieten, (Update: Ich habe einen Guide geschrieben, wie man die Königin der Alpen bezwingt, das Stilfser Joch).

Vieste selbst ist ein Meisterwerk. Bekannt als die „Perle des Gargano“, ist es eine weiß getünchte Stadt, die auf einer felsigen Halbinsel thront. Der Anblick des Pizzomunno – eines 25 Meter hohen Monolithen aus weißem Kalkstein am Strand – ist eines der berühmtesten Bilder Apuliens. Park das Auto und verlier dich in den engen, mittelalterlichen Gassen der Altstadt, bevor du zu einer Fahrt in den Sonnenuntergang aufbrichst. Wenn du nach der Erkundung des Sporns zum „Absatz“ Italiens hinunterfahren möchtest, (Update: Luca hat ein Abenteuer abseits der ausgetretenen Pfade im Salento veröffentlicht).

Im grünen Herzen: Der Foresta Umbra
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Gerade wenn du denkst, du hättest genug Meer und Sonne gesehen, bieg ins Landesinnere zum Foresta Umbra (dem schattigen Wald) ab. Dieses UNESCO-Welterbe ist ein Überrest der uralten Wälder, die einst weite Teile Europas bedeckten.

Die Temperatur sinkt, das Licht wird tief moosgrün und das Rauschen des Windes in den gewaltigen Buchen ersetzt das Rauschen der Wellen. Die Straßen hier sind schmal und kurvenreich – perfekt für eine langsame Fahrt mit heruntergelassenen Fenstern. Halt Ausschau nach den einheimischen Rehen und den wilden Orchideen, die den Waldboden im Frühjahr und Frühsommer teppichartig bedecken.

Marcos Tipps für den Gargano-Roadtrip
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  • Wähl das richtige Auto: Ein kompaktes Auto mit gutem Handling ist hier dein bester Freund.
  • Vermeide den August: Der Gargano ist ein beliebtes Ziel für italienische Familien. Mitten im Sommer können die Küstenstraßen zu einem einzigen Stau werden und die Parkplatzsuche in Vieste wird zum Albtraum. Juni und September sind die idealen Monate.
  • Der Bootsausflug: Man kann den Gargano nicht vollends genießen, ohne ihn vom Meer aus gesehen zu haben. Miet in Vieste oder Peschici ein kleines Motorboot für einen Tag. So entdeckst du Meereshöhlen und winzige Kieselstrände, die über die Straße absolut unerreichbar sind.
  • Probier das lokale Öl: Der Gargano ist berühmt für sein Olivenöl. Achte auf Stände am Straßenrand, die „Ogliarola Garganica“ verkaufen. Es ist ein kräftiges, pfeffriges Öl, das perfekt auf einer Scheibe geröstetem Brot schmeckt.

Der Gargano ist nicht nur eine Reise, sondern eine ständige Entdeckung eines wilden und unerwarteten Apuliens, das dich atemlos machen wird.

Bis bald, Marco