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Trüffeljagd in der Langhe: Meine Geheimtipps von Insidern

·3 min·Giulia

Ciao! Ich bin Giulia. Es gibt einen Duft, der den Herbst und Winter in meiner Heimat definiert. Es ist ein Aroma, das man schwer beschreiben kann – erdig, moschusartig, wie altes Holz und feuchter Boden, aber auch süß und berauschend. Es ist der Duft des Tartufo Bianco d’Alba (Weißer Alba-Trüffel). Um ihn zu finden, muss man in eine Welt voller Geheimnisse, Traditionen und sehr kluger Hunde eintauchen. Wenn du diese Art von erdigen Traditionen liebst, bei denen das Land das Menü diktiert, musst du meinen Guide über die vergrabenen Schätze von Sogliano lesen, wo der Käse aus den Gruben „auferweckt“ wird.

Diese Seltenheit macht ihn zu einer der teuersten Zutaten der Welt.

Ein frisch ausgegrabener weißer Alba-Trüffel wird von einem Trüffelsucher auf einem rustikalen Holztisch vorsichtig gereinigt
Weißes Gold: Jeder weiße Trüffel ist ein Wunder der Natur, gefunden von der feinen Nase eines ausgebildeten Hundes in den versteckten Wäldern der Langhe.

Der Meister und sein Hund: Der Trifolau
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Um einen Trüffel zu finden, braucht man einen Trifolau – einen lokalen Sucher, der die Wälder wie seine Westentasche kennt. Doch der wahre Star ist der Hund. Heute werden Rassen wie der Lagotto Romagnolo von Geburt an darauf trainiert, den Duft eines reifen Trüffels aufzuspüren, der zentimetertief unter der Erde verborgen ist. Wenn dein Abenteuer in den piemontesischen Nebeln dich nach Sonne dürsten lässt, hat meine Kollegin Elena einen wunderbaren Guide über den Zauber von Sperlonga, ein Juwel an der Küste, das sich wie Lichtjahre entfernt von den Haselnusshainen anfühlt.

Eine Trüffelsuche zu beobachten ist wie ein stiller Tanz. Der Trifolau führt den Hund in der Stille des Morgens oder spät in der Nacht durch die Bäume (um nicht von Rivalen gesehen zu werden!). Wenn der Hund anfängt zu graben, eilt der Sucher mit seinem Zappino herbei, um die empfindliche Knolle vorsichtig freizulegen.

Ein kulinarischer Hochgenuss: Wie man ihn isst
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Ein weißer Trüffel sollte niemals gekocht werden. Seine Magie liegt in seinem Aroma, das sehr flüchtig ist und bei Hitze verschwindet.

In den Langhe genießt man ihn traditionell ganz schlicht. Man hobelt ihn – hauchdünn – über einen Teller Tajarin (die lokale Eierpasta) oder ein einfaches Spiegelei mit flüssigem Eigelb. Die Wärme der Speise setzt das Parfüm des Trüffels frei. Wie ich in meinem Guide zur authentischen Trüffelsuche in Umbrien beschrieben habe, hat jede Region ihren eigenen „Goldduft“, aber der weiße Alba-Trüffel bleibt der unangefochtene König.

Giulias Guide für Trüffel-Pilger
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  • Beste Reisezeit: Die offizielle Saison für den weißen Trüffel ist von Oktober bis Dezember (während der Fiera Internazionale del Tartufo Bianco d’Alba). Die Suche nach dem schwarzen Sommertrüffel ist jedoch das ganze Jahr über möglich.
  • Das Erlebnis: Viele Familien in Orten wie Alba, La Morra und Barolo bieten private Trüffelsuchen an.
  • Einkaufstipps: Wenn du einen Trüffel kaufst, sollte er sich fest anfühlen, wie eine Kartoffel. Wenn er weich ist, ist er nicht mehr frisch. Bewahr ihn in Küchenpapier gewickelt in einem Glas im Kühlschrank auf und verzehr ihn innerhalb weniger Tage.
  • Der perfekte Wein: Ein weißer Trüffel verlangt nach einem Wein mit gleicher Komplexität. Paar ihn mit einem Barolo oder Barbaresco. Wie ich in meinem Guide über die Weinstraßen des Piemont geschrieben habe, sind die Tannine des Nebbiolo der perfekte Partner für die erdige Reichhaltigkeit des Trüffels.

Buon appetito!